Angiopathie:
Unter Angiopathie versteht man die durch Diabetes entstandene Gefäßerkrankung. Sie tritt in zwei Formen auf:
Mikroangiopathie:

Schädigung der kleinen Gefäße (Kapillaren) der Haut und der inneren Organe. Es kommt dadurch zu Wundheilung-störungen, Durchblutungsstörungen an Herz und Gehirn usw.

Makroangiopathie:

Diese ist die klassische Arteriosklerose mit Einengung bis Verschluß einer der größeren Arterien. Symptome sind Claudicatio intermittens (= Schaufensterkrankheit): Die Patienten bekommen nach einer bestimmten Gehstrecke Schmerzen in den Wade, sie bleiben eine Zeitlang stehen, die Schmerzen bessern sich und schließlich kann der Patient wieder weitergehen. Wichtig ist die Unterscheidung zu neuropathischen Schmerzen. Im schlechtestzen Fall entsteht eine Gangrän des Beines, die zur Amputation zwingt. Auch Herzinfarkt und Schlaganfall können als Folge der Angiopathie entstehen

Bild: Ischäm Gangrän
Vorbeugung und Therapie:

Vermeiden Sie unbedingt zusätzliche Risikofaktoren für die Gefäßerkrankungen wie z.B. Rauchen, Übergewicht, gestörter Fettstoffwechsel, hohe BZ oder Harnsäurewerte.

Wenn ein begleitender Bluthochdruck besteht, sollte dieser unbedingt gut eingestellt werden!
Bei jedem Diabetiker mit Beschwerden an den Beinen sollte zumindest einmal jährlich die Durchblutung gemessen werden. Diese Messung kann in der Praxis durchgeführt werden und ist weder schmerzhaft noch Zeitaufwendig.

Als Therapie stehen heute eine Reihe von Gefäßchirurgischen Maßnahmen zur Verfügung wie: Dehnung der Arterie, Stentung oder Bypass Operation. Auch Medikamente, die die Durchblutung fördern, sind am Markt.

Ihr Arzt wird Sie bei entsprechender Symptomatik zu einem Gefäßchirurgen zuweisen. Wichtig ist, daß diese Maßnahmen früh gesetzt werden und nicht erst, wenn die Zehen schon schwarz sind!